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Update Dresden: Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie

Mittwoch, 04.03.2025 | 17.30-21.00 Uhr
Feldschlösschen Stammhaus | Budapester Straße 32, 01069 Dresden
Veranstalter: medpoint GmbH

Zertifizierung beantragt
Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie

Programm

Die Fortbildungsveranstaltung „Update Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie“ am 4. März 2026 in Dresden widmet sich einem Themenfeld, das in nahezu allen klinischen Disziplinen an Bedeutung gewinnt. Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie stehen heute exemplarisch für eine Medizin, in der Diagnostik und Therapie nicht isoliert, sondern im interdisziplinären und sektorenübergreifenden Kontext gedacht werden müssen. Gefäßerkrankungen zeigen sich häufig in unterschiedlichen Stadien, mit variabler Symptomatik und komplexen Begleiterkrankungen, was eine strukturierte und leitlinienbasierte Versorgung unerlässlich macht.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das gemeinsame Verständnis dafür, dass Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie weit über klassische operative Fragestellungen hinausgehen. Moderne Versorgungskonzepte erfordern eine enge Verzahnung von Innerer Medizin, Angiologie, Radiologie, Diabetologie und Chirurgie. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern wie genetischen Aortenerkrankungen, chronisch-venösen Störungen oder diabetischen Folgeschäden zeigt sich, wie entscheidend abgestimmte diagnostische Pfade und klar definierte Schnittstellen sind. Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie werden hier als integrative Disziplinen verstanden, die patientenzentrierte Versorgung ermöglichen.

Ein besonderer Fokus liegt auf genetisch bedingten Gefäßerkrankungen. Aortensyndrome und Marfan-assoziierte Veränderungen verdeutlichen, wie wichtig frühzeitige Diagnostik, strukturierte Verlaufsbeobachtung und individuell angepasste Therapieentscheidungen sind. In diesem Kontext wird Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie nicht nur als therapeutisches Fachgebiet, sondern auch als präventiv orientierte Medizin sichtbar, die langfristige Risiken erkennt und gezielt adressiert.

Auch venöse und lymphatische Erkrankungen stehen im Fokus. Das Lipödem und das pelvine Stauungssyndrom sind Beispiele für Krankheitsbilder, die lange unterschätzt wurden und deren Versorgung häufig fragmentiert erfolgt. Die Veranstaltung zeigt, wie Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie durch strukturierte Diagnostik, interdisziplinäre Abstimmung und patientenorientierte Versorgungsangebote zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen können. Dabei wird deutlich, dass funktionelle Beschwerden ebenso ernst zu nehmen sind wie morphologisch nachweisbare Veränderungen.

Ein weiteres zentrales Thema ist das diabetische Fußsyndrom. Kaum ein Krankheitsbild verdeutlicht die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit so eindrücklich wie diese komplexe Folgeerkrankung. Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie spielen hier eine Schlüsselrolle, da Durchblutungsstörungen, Infektionen und metabolische Faktoren eng miteinander verknüpft sind. Eine erfolgreiche Therapie erfordert abgestimmte Strategien zwischen Gefäßdiagnostik, interventionellen Verfahren, chirurgischen Maßnahmen und diabetologischer Betreuung.

Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf viszerale Ischämien. Mesenteriale Durchblutungsstörungen verlaufen häufig lange unspezifisch und werden erst spät erkannt. Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie tragen hier entscheidend dazu bei, Warnsignale richtig zu deuten, diagnostische Algorithmen zu schärfen und rechtzeitig therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Die Sensibilisierung für diese oft unterschätzten Krankheitsbilder ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Gefäßversorgung.

Die Veranstaltung versteht sich bewusst als Plattform für kollegialen Austausch. Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie werden nicht nur aus theoretischer Perspektive betrachtet, sondern entlang realer klinischer Fragestellungen diskutiert. Der Dialog zwischen verschiedenen Fachrichtungen ermöglicht es, bestehende Versorgungsstrukturen kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Insgesamt zeigt das Update, dass Gefäßmedizin und Gefäßchirurgie heute zentrale Säulen einer ganzheitlichen Herz-Kreislauf-Medizin sind. Sie verbinden Prävention, Diagnostik und Therapie über Fach- und Sektorengrenzen hinweg und leisten einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Patientenversorgung. Wer aktuelle Entwicklungen, interdisziplinäre Konzepte und praxisnahe Lösungsansätze kennenlernen möchte, erhält hier fundierte Impulse für den klinischen Alltag.

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Frank R. Heinzel
Dr. Christian Stelzner
Dr. Stefan Ludwig
Städtisches Klinikum Dresden
17.30
Registrierung & Begrüßungsimbiss
18.00
Begrüßung, Einführung und Gesamtmoderation
Prof. Dr. Frank R. Heinzel
Dr. Christian Stelzner
Dr. Stefan Ludwig
18.05
Aortensyndrome und Marfan: Genetische Aspekte in der Gefäßmedizin
Dr. Petra Gehle
Deutsches Herzzentrum der Charité | Leiterin der Ambulanz für genetische Aortenerkrankungen und Marfan
18.35
Lipödem: Diagnostische Fallstricke und Versorgungsangebote
Dr. Birgit Voigts
MVZ Praxisklinik Herz und Gefäße | Fachärztin für Innere Medizin, Angiologie und Phlebologie | Leitung Gefäßambulanz
18.55
Pelvines Stauungssyndrom
Dr. Christian Stelzner
Städtisches Klinikum Dresden | Oberarzt, Ärztlicher Leiter Angiologie, Facharzt für Innere Medizin, Angiologie und Kardiologie | 2. Medizinische Klinik
Dr. Philipp Sommer
Städtisches Klinikum Dresden | Leitender Oberarzt – Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie
19.15
Dinnerbuffet & kollegialer Austausch
20.10
Der diabetische Fuß: Individuelle Therapie interdisziplinär – worauf es ankommt
Prof. Dr. habil. Tobias Lohmann
Städtisches Klinikum Dresden | Chefarzt | 5. Medizinische Klinik: Klinik für Geriatrische Rehabilitation, Diabetologie, Gastroenterologie, Adipositaszentrum
20.40
Mesenteriale Ischämie: vom stillen Bauchschmerz bis zum abdominalen Notfall
Dr. Stefan Ludwig
Städtisches Klinikum Dresden | Chefarzt, Facharzt für Gefäßchirurgie und Chirurgie| Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie, Phlebologie
21.00
Ende der Veranstaltung

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