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Nephroforum 2026

Samstag, 07.03.2026 | 09.00-13.00 Uhr
Kaiserin-Friedrich-Haus | Robert-Koch-Platz 7, 10115 Berlin
Veranstalter: Charité – Universitätsmedizin Berlin
Zertifizierung beantragt
Nephroforum

Programm

Das Nephroforum 2026 am 7. März in Berlin steht für einen intensiven fachlichen Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Nephrologie und der internistischen Intensivmedizin. Die Veranstaltung bringt Expertinnen und Experten aus Klinik und Praxis zusammen, um neue diagnostische Strategien, therapeutische Innovationen und praxisrelevante Fragestellungen rund um Nierenerkrankungen gemeinsam zu diskutieren. Das Nephroforum versteht sich dabei als Plattform, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten klinischen Herausforderungen verknüpft und den Blick auf das gesamte Spektrum moderner Nephrologie richtet.

Im Mittelpunkt des Nephroforum stehen sowohl häufige als auch seltene Nierenerkrankungen, deren Versorgung zunehmend komplexer wird. Chronische Nierenerkrankungen, entzündliche Systemerkrankungen, genetische Ursachen und transplantationsmedizinische Fragestellungen verlangen heute ein differenziertes Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge. Das Nephroforum greift diese Entwicklungen auf und vermittelt, wie sich neue wissenschaftliche Daten sinnvoll in den klinischen Alltag integrieren lassen. Dabei wird deutlich, dass moderne Nephrologie weit über die reine Nierenfunktion hinausgeht und zahlreiche internistische Schnittstellen berührt.

Ein zentraler Aspekt des Nephroforum ist der Blick auf die Nierentransplantation. Aktuelle Zahlen, Ergebnisse und Versorgungsstrukturen zeigen, wie stark sich dieses Feld weiterentwickelt hat und welche Herausforderungen weiterhin bestehen. Die Diskussion transplantationsbezogener Fragestellungen verdeutlicht, wie eng Diagnostik, Langzeitbetreuung und immunologische Therapiekonzepte miteinander verknüpft sind. Das Nephroforum bietet hier Raum für Einordnung, Erfahrungsaustausch und kritische Reflexion bestehender Konzepte.

Darüber hinaus widmet sich das Nephroforum innovativen diagnostischen Verfahren. Neue Methoden der Urinzellanalytik, moderne genetische Diagnostik bei chronischer Nierenerkrankung und die zunehmende Bedeutung molekularer Marker eröffnen neue Möglichkeiten für eine präzisere Diagnosestellung. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, Krankheitsverläufe besser zu verstehen und Therapien individueller auszurichten. Das Nephroforum zeigt, wie diese diagnostischen Ansätze in der Praxis angewendet werden können und welche Limitationen dabei zu berücksichtigen sind.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf systemischen Erkrankungen mit renaler Beteiligung. ANCA-assoziierte Vaskulitiden, Komplement-vermittelte Erkrankungen und immunologische Mechanismen spielen eine zentrale Rolle in der modernen Nephrologie. Das Nephroforum beleuchtet aktuelle Therapieansätze, Strategien zur Remissionssicherung und neue Konzepte zur Risikostratifizierung. Dabei wird klar, dass eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit essenziell ist, um komplexe Krankheitsbilder adäquat zu behandeln.

Auch metabolische Fragestellungen finden im Nephroforum besondere Beachtung. Adipositas, nephrolithogene Stoffwechselveränderungen und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen beeinflussen den Verlauf chronischer Nierenerkrankungen maßgeblich. Die Diskussion neuer therapeutischer Optionen, etwa im Bereich der medikamentösen Prävention oder der Rezidivprophylaxe, unterstreicht den ganzheitlichen Ansatz des Nephroforum, das Nierenerkrankungen stets im Kontext des gesamten Organismus betrachtet.

Nicht zuletzt steht der kollegiale Austausch im Zentrum des Nephroforum. Der Dialog zwischen erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten und jüngeren Kolleginnen und Kollegen ermöglicht es, Wissen zu teilen, klinische Erfahrungen einzuordnen und neue Perspektiven zu gewinnen. Gerade dieser offene Austausch macht das Nephroforum zu einem festen Bestandteil der nephrologischen Fortbildungslandschaft.

Insgesamt zeigt das Nephroforum, wie dynamisch sich die Nephrologie entwickelt und wie wichtig es ist, wissenschaftlichen Fortschritt kontinuierlich in die Versorgung zu überführen. Durch die Verbindung von aktueller Forschung, praxisnaher Diskussion und interdisziplinärer Perspektive leistet das Nephroforum einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der nephrologischen Patientenversorgung und zur Stärkung des fachlichen Netzwerks.

Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt
Charité – Universitätsmedizin Berlin
09.00

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Kai-Uwe Eckardt
09.05
Session 1
Moderation: Dr. Cornelia Scholle, Dr. Anne Krüger
Nierentransplantationen an der Charité – aktuelle Zahlen und Ergebnisse
PD Dr. Fabian Halleck
Charité – Universitätsmedizin Berlin
ANCA Vaskulitiden – von Remission zu Regression
Prof. Dr. Adrian Schreiber
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Urinzellanalytik – alte Ideen, neue Methoden
Prof. Dr. Philipp Enghard
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Was läuft denn so? – Aktuelle klinische Studien
PD Dr. Eva-Vanessa Schrezenmeier
Charité – Universitätsmedizin Berlin
10.45
Kaffeepause und kollegialer Austausch
11.15
Session 2
Moderation: Dr. Uwe Novender, Prof. Dr. Adrian Schreiber
Genetische Diagnostik bei CKD
Prof. Dr. Jan Halbritter
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Adipositas bei CKD
Prof. Dr. Ralf Dechend
Helios-Klinikum Buch
Rezidivprophylaxe bei Nierensteinen – von viel Trinken zu Sglt2-Inhibitoren?
Dr. Manuel Anderegg
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Komplementblockade – wann und für wen?
Dr. Evelyn Seelow
Charité – Universitätsmedizin Berlin
13.00
Ende der Veranstaltung

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