ESC/EACTS-VHD 2025 kompakt: Leitlinien & neue klinische Evidenz für AV-Klappen
Onlineteilnahme
Veranstalter: medpoint GmbH
Programm
Am 10. September 2025 widmet sich eine hochkarätige Online-Fortbildung den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Herzinsuffizienz und AV-Klappenerkrankungen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Hüseyin Ince, Direktor der Klinik für Kardiologie an der Universitätsmedizin Rostock und Chefarzt am Vivantes Klinikum Berlin, werden aktuelle ESC/EACTS-VHD-Leitlinien, neue klinische Evidenz und praxisnahe Strategien für die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Mitral- oder Trikuspidalklappenerkrankungen kompakt vermittelt.
Diese Veranstaltung richtet sich an Kardiolog:innen, Herzchirurg:innen, Internist:innen und Ärztinnen und Ärzte aus angrenzenden Fachbereichen, die regelmäßig Patient:innen mit strukturellen Herzerkrankungen betreuen. Besonders profitieren interventionell tätige Mediziner:innen, die kathetergestützte Verfahren einsetzen oder chirurgische Eingriffe planen. Die praxisorientierte Aufbereitung der aktuellen Leitlinien macht das Format besonders wertvoll für Fachkräfte, die ihre Behandlungskonzepte bei Klappenerkrankungen auf dem neuesten Stand halten wollen.
Prof. Dr. Hüseyin Ince eröffnet die Fortbildung mit einer thematischen Einführung und skizziert die enge Verzahnung zwischen Herzinsuffizienz und Klappenerkrankungen. Er zeigt auf, warum das gemeinsame Auftreten beider Krankheitsbilder diagnostische und therapeutische Entscheidungen oft komplex macht: Eine unbehandelte Herzinsuffizienz kann den Verlauf einer Klappenerkrankung verschlechtern, während relevante Klappenfehler ihrerseits die Herzfunktion beeinträchtigen und eine Dekompensation auslösen können.
Den ersten Fachvortrag hält Dr. Stephan Haussig, Leitender Oberarzt am Herzzentrum Dresden, mit dem ESC/EACTS-VHD Leitlinien Update Mitralklappe. Er stellt die wichtigsten Änderungen der neuen Leitlinien vor, bewertet die zugrunde liegende Evidenz und zeigt anhand von Beispielen, wie diese Empfehlungen in die klinische Praxis übertragen werden können. Dabei geht es auch um die Auswahl geeigneter Patient:innen für kathetergestützte Reparaturen oder chirurgische Eingriffe und die Rolle einer frühzeitigen Intervention bei Mitralklappenerkrankungen.
Anschließend übernimmt Dr. Mirjam Wild, Funktionsoberärztin am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, mit dem ESC/EACTS-VHD Leitlinien Update Trikuspidalklappe. Sie erläutert, weshalb Trikuspidalklappenerkrankungen zunehmend in den Fokus rücken, welche bildgebenden Verfahren für die präzise Diagnostik entscheidend sind und wie neue interventionelle Therapien – etwa Transkatheter-Reparatursysteme – die Behandlungsmöglichkeiten erweitern.
Das Programm wird ergänzt durch das Hot Lines – Clinical Trials Update von Dr. Karl-Patrik Kresoja, Oberarzt und stellvertretender Leiter des Klinischen Studienzentrums der Universitätsmedizin Mainz. Er präsentiert aktuelle Studien, die wichtige Impulse für die Therapie von Herzinsuffizienz und Klappenerkrankungen geben. Diskutiert werden unter anderem Innovationen im Bereich minimalinvasiver Techniken, die chirurgische Therapieoptimierung sowie neue medikamentöse Ansätze zur Verbesserung der Langzeitergebnisse.
Die abschließende Diskussionsrunde mit allen Referent:innen bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen, komplexe Fallbeispiele einzubringen und sich über individuelle Therapieentscheidungen bei schwierigen Konstellationen auszutauschen. Der interaktive Charakter der Veranstaltung fördert den direkten Wissenstransfer und erleichtert die Umsetzung neuer Erkenntnisse in den klinischen Alltag.
Die Zahl der Patient:innen mit Klappenerkrankungen steigt kontinuierlich – vor allem aufgrund der demografischen Entwicklung und der längeren Lebenserwartung. Gleichzeitig hat sich das therapeutische Spektrum deutlich erweitert: Neben der klassischen Herzchirurgie stehen heute eine Vielzahl kathetergestützter Verfahren zur Verfügung, die auch Hochrisikopatient:innen eine sichere und wirksame Behandlung ermöglichen. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet dies, die Entscheidung für das geeignete Verfahren individuell und evidenzbasiert zu treffen – unter Berücksichtigung der neuen Leitlinien und aktueller Studiendaten.
Die enge Verbindung zwischen Herzinsuffizienz und Klappenerkrankungen erfordert zudem ein interdisziplinäres Vorgehen. Herzchirurg:innen, interventionelle Kardiolog:innen, Echokardiografie-Expert:innen und internistische Kolleg:innen müssen gemeinsam im Heart-Team die beste Behandlungsstrategie festlegen. Genau hier setzt die Fortbildung an: Sie vermittelt nicht nur aktuelles Wissen, sondern zeigt auch, wie interdisziplinäre Entscheidungsprozesse effektiv gestaltet werden können.
Die Teilnehmenden erhalten in nur einer Stunde einen fundierten Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen zu AV-Klappenerkrankungen und Herzinsuffizienz. Durch die kompakte Struktur lassen sich die Inhalte direkt in den eigenen klinischen Alltag übertragen. Ob für die präzise Diagnostik, die Wahl der optimalen Therapie oder die strukturierte Nachsorge – die hier vorgestellten Erkenntnisse sind unmittelbar umsetzbar und bieten einen hohen praktischen Mehrwert.
Mit der Kombination aus Leitlinien-Updates, neuesten Studiendaten, praxisnahen Fallbeispielen und interaktiver Diskussion bietet diese Fortbildung ein inhaltlich dichtes, aber klar strukturiertes Programm. Sie richtet sich an alle, die ihr Wissen zu Klappenerkrankungen und deren Zusammenhang mit Herzinsuffizienz auf den neuesten Stand bringen möchten – kompakt, evidenzbasiert und praxisorientiert.
Prof. Dr. Hüseyin Ince