CMD Summit 2026 – Das Herz in Gänze: epikardial & microvaskulär
Westin Grand Hotel | Friedrichstraße 158-164, 10117 Berlin
Veranstalter: Vivantes
Programm
Der “CMD Summit 2026 – Das Herz in Gänze: epikardial & microvaskulär” 2026 am 28. Februar 2026 in Berlin rückt ein Krankheitsbild in den Mittelpunkt, das für viele Patientinnen und Patienten mit Angina pectoris von zentraler Bedeutung ist und dennoch lange unterschätzt wurde: die koronare mikrovaskuläre Dysfunktion, kurz CMD. Die Veranstaltung widmet sich der Frage, warum typische Ischämiesymptome auch dann auftreten können, wenn in der Koronarangiografie keine relevanten epikardialen Stenosen nachweisbar sind. CMD steht dabei exemplarisch für einen Paradigmenwechsel in der Kardiologie, bei dem funktionelle Störungen der Mikrozirkulation zunehmend als eigenständige Ursache klinischer Beschwerden verstanden werden.
Im Zentrum des wissenschaftlichen Austauschs steht ein integratives Verständnis der koronaren Durchblutung. Während sich die klassische Kardiologie lange auf makrovaskuläre Veränderungen konzentriert hat, zeigen aktuelle Studien, dass die Mikrozirkulation eine entscheidende Rolle für Symptomatik, Prognose und Therapieansprechen spielt. CMD beschreibt strukturelle und funktionelle Veränderungen der kleinen Koronargefäße, die zu einer inadäquaten myokardialen Perfusion führen können. Der CMD Summit 2026 greift diese Erkenntnisse auf und vermittelt, warum CMD heute als relevantes Krankheitsbild mit hoher klinischer Bedeutung gilt.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der diagnostischen Einordnung. In der täglichen Praxis stellt sich häufig die Herausforderung, CMD zuverlässig zu identifizieren und von anderen Ursachen der Myokardischämie abzugrenzen. Moderne invasive und nichtinvasive Verfahren ermöglichen inzwischen eine differenzierte Beurteilung der mikrovaskulären Funktion. Parameter wie die koronare Flussreserve oder der Index der mikrovaskulären Resistenz liefern objektive Hinweise auf eine gestörte Mikrozirkulation. CMD wird damit nicht mehr als Ausschlussdiagnose betrachtet, sondern als klar definierbare Entität mit messbaren pathophysiologischen Korrelaten.
Von besonderer Bedeutung ist die Differenzierung verschiedener Ausprägungen. Funktionelle und strukturelle Formen der CMD, vasomotorische Störungen sowie Mischbilder erfordern unterschiedliche diagnostische und therapeutische Ansätze. Gerade die Abgrenzung zwischen epikardialem Spasmus und mikrovaskulärem Spasmus hat unmittelbare Konsequenzen für die Therapieentscheidung. Der CMD Summit 2026 zeigt, wie diese Mechanismen systematisch erfasst werden können und warum eine standardisierte Diagnostik essenziell für eine zielgerichtete Behandlung ist.
Auch therapeutisch befindet sich das Management der CMD im Wandel. Die Behandlung geht heute deutlich über klassische antianginöse Strategien hinaus und berücksichtigt endotheliale Funktion, inflammatorische Prozesse und metabolische Faktoren. Ein konsequentes Lipidmanagement, die Kontrolle des Blutdrucks und individualisierte medikamentöse Konzepte spielen eine zentrale Rolle. Darüber hinaus werden neue interventionelle und devicebasierte Verfahren diskutiert, die insbesondere bei therapierefraktären Verläufen neue Perspektiven eröffnen. CMD wird damit zunehmend als behandelbares Krankheitsbild verstanden, für das differenzierte Therapiepfade existieren.
Ein weiterer Fokus liegt auf geschlechtsspezifischen Aspekten. Frauen sind überdurchschnittlich häufig von CMD betroffen, präsentieren jedoch oft atypische Symptome und werden daher später diagnostiziert. Die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Unterschiede in Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie ist ein wesentlicher Bestandteil moderner kardiologischer Versorgung und wird im Rahmen des CMD Summit 2026 gezielt adressiert.
Insgesamt macht die Veranstaltung deutlich, dass CMD kein Randphänomen ist, sondern ein zentrales Element einer zeitgemäßen Kardiologie. Durch die Verbindung von aktueller Forschung, klinischer Erfahrung und praxisnaher Anwendung trägt der CMD Summit 2026 dazu bei, CMD als festen Bestandteil der diagnostischen und therapeutischen Entscheidungsfindung zu etablieren. Wer CMD versteht, kann Angina pectoris neu einordnen, Ischämie differenzierter bewerten und Patientinnen und Patienten gezieltere Behandlungsoptionen eröffnen.
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